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Just in time

Bei „Just in time“ handelt es sich um eine Lieferart, bei der die benötigten Waren und Rohstoffe beim Lieferanten bzw. Kunden genau zu der abgestimmten Zeit und in genau der Menge eintreffen, wie sie benötigt werden. Ziel der „Just in time“ Lieferung ist es, die Lagerhaltungskosten so niedrig wie möglich zu halten. Im Unterschied zur „Just in sequence“ Lieferung müssen die Lieferanten bei der „Just in time“ Lieferung auf keine konkrete Einhaltung der Reihenfolge achten.
Der Japaner Taiichi Ohno hat das „Just in time“ Konzept entworfen. Der japanische Automobilhersteller Toyota hat dieses Konzept in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts als Bestandteil seines Produktionsprozesses integriert. Ausschlaggebend hierfür waren die wirtschaftlichen Beschränkungen, die Japan nach dem Ende des 2. Weltkrieges mit voller Härte trafen. Die die Ressourcen knapp waren und die Immobilienpreise in die Höhe schnellten, mussten die Lagerhaltungskosten gering gehalten werden.

Bei der „Just in time“ Lieferung werden die Produkte fließend beschafft, was Auswirkungen auf die Beschaffungsplanung hat. Bei der fließenden Beschaffung befinden sich die zu beschaffenden Materialien in einem ständigen Fluss. Es ist eine ausgeklügelte Transportplanung vonnöten, damit die „Just in time“ Lieferung problemlos funktioniert. Die Transportplanung hat zum Ziel, Transport- sowie Bestandskosten auf ein Minimum zu reduzieren. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, muss die ideale Liefergröße berechnet sowie die richtige Zykluslänge erreicht werden. Damit der gesamte „Just in time“ Prozess einwandfrei funktioniert, ist es essentiell, dass Lieferant und Empfänger elektronische Daten austauschen.

Die wirtschaftlichen Ziele von „Just in time“ sind unter anderem:

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