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Total Cost of Ownership (TCO)

Die total cost of ownership (TCO) sind ein Konzept, das produzierenden Unternehmen hilft, die tatsächlichen Kosten zu verstehen, die mit einer Investitionsentscheidung verbunden sind. Traditionell lag der Schwerpunkt immer darauf, den Preis als bestimmenden Faktor dafür zu betrachten, wie viel eine Anschaffung kosten wird. Dies kann jedoch irreführend sein, da die Ausgaben in der Regel nur 60% bis 70% der tatsächlichen Kosten ausmachen.
Häufig werden Anschaffungen durch andere „Nebenkosten“ beeinflusst, die zunächst gering erscheinen mögen, sich aber in der Regel summieren. Außerdem gibt es oft begleitende indirekte Kosten und Erwägungen, die sich ständig zu den Anschaffungskosten addieren können, was zu einem Aufwand führt, der viel höher ist als erwartet.
TCO hilft Unternehmen, die Frustration unerwarteter Ausgaben zu vermeiden, indem alle direkten und indirekten Kosten der Anschaffung geschätzt werden. Es geht über den Kaufpreis hinaus, um die gesamten finanziellen Verpflichtungen zu berücksichtigen, die mit einer Investition verbunden sind. Auf diese Weise können Unternehmen die Kosten besser verwalten und Ressourcen effizient zuweisen.
Noch wichtiger ist, dass die TCO ein wertvolles Maß ist, anhand dessen Investitionsentscheidungen bewertet werden können. Unternehmen können die TCO nutzen, um die tatsächlichen Auswirkungen der verfügbaren Optionen zu verstehen und eine vergleichende Analyse der wünschenswerteren Option durchzuführen. Ein Unternehmen muss zum Beispiel ein neues Produkt in seine Produktpalette aufnehmen, verfügt aber nicht über die notwendigen Produktionsmaschinen. Es muss dann zwischen dem Kauf der wesentlichen Maschinen oder der Auslagerung des gesamten oder des größten Teils des Produktionsprozesses wählen. TCO kann dem Unternehmen helfen, die Auswirkungen jeder Option auf die Gesamtkosten im Vergleich zu den potenziellen Vorteilen zu verstehen.

Wie wird die TCO berechnet?

Die Berechnung der total cost of ownership – TCO beginnt mit einem umfassenden Verständnis des Lebenszyklus der Anschaffung – vom Kauf bis zur Entsorgung. Mit einem vollständigen Überblick über den Prozess werden dann die tatsächlichen oder geschätzten Kostenprojektionen der Prozesskomponente zugeordnet. Das Ziel besteht darin, die Gesamtkosten abzuleiten, die in jeder Phase und kumulativ über den gesamten Prozess anfallen.
Während der Preis ein wesentlicher Faktor im Prozess ist und immer bleiben wird, gibt es zahlreiche andere Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehören z.B. Versandkosten, Versandzeit, Arbeitskosten, Lagerhaltungskosten, Verlust von geistigem Eigentum, Garantie usw. Diese Faktoren sind oft sehr unterschiedlich, so dass es sich empfiehlt, zunächst den Erwerbsprozess zu verstehen und dann die Kosten entsprechend gründlich zuzuordnen.
Es ist auch notwendig, die verschiedenen Arten von Kosten im Auge zu behalten. Dazu gehören direkte Kosten, indirekte Kosten, versteckte Kosten, Opportunitätskosten und Änderungskosten.