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Nachhaltigkeit als Chance für Industrie und Produktionsunternehmen

Published: · Last updated: · 7 min Lesezeit

Das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz rücken in den Fokus der Gesellschaft. Nicht nur im privaten Bereich ist dieses Thema hochaktuell, sondern auch in Politik – und vor allem in der Industrie und Produktion. Die Konsumenten achten verstärkt darauf, ob Unternehmen ihre Produkte nachhaltig herstellen. Dieser gesellschaftliche Megatrend bietet Unternehmen neue Chancen. Innovationen und Technologie helfen der Industrie auch in Zukunft zu glänzen und unterstützen einen nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nach dem drei Säulen Modell besteht die Nachhaltigkeit aus den drei Komponenten Ökologie, Ökonomie und Soziales. Unternehmen müssen diese in den Einklang bringen, um nachhaltig zu wirtschaften. Umweltschutz, Arbeitsschutz, als auch den Schutz der Gesundheit können dem Thema Nachhaltigkeit zugeordnet werden.

17 Ziele für die Nachhaltigkeit

Wie kann ein Unternehmen seine Ressourcen nachhaltig einsetzen?

Von zentraler Bedeutung für fertigende Unternehmen ist der effiziente Umgang mit Ressourcen und die Sicherstellung einer nachhaltigen Lieferkette. Dafür benötigt es eine Transparenz über die Herkunft und Herstellung von Produkten. Um im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit zu handeln, müssen bspw. die folgenden Fragen geklärt werden:

  • Welche Lieferanten kommen in Frage?
  • Woher stammen deren Ressourcen?
  • Unter welchen Bedingungen werden diese gewonnen?
  • Welche Hilfsmittel werden für die Erzeugung/Gewinnung eingesetzt?

Wenn die richtigen Lieferanten identifiziert sind, geht es im nächsten Schritt darum Transparenz über die Herstellung der Produkte zu erhalten und Energieverbräuche der Maschinen zu messen. Technologien unterstützen Unternehmen dabei diese zu erhalten und Kennzahlen wie die OEE zu ermitteln. Diese gibt Aufschluss darüber wie effizient die eingesetzten Ressourcen genutzt werden. Damit können Verbesserungspotenziale identifiziert werden und eine effiziente Nutzung der Ressourcen erreicht werden. Zudem liefert ein Energy Monitoring die Energieverbräuche von Maschinen. Basierend auf diesen Verbräuchen können Verlustquellen identifiziert und eliminiert werden. Zum Beispiel kann eine Maschine gleich viel Energie verbrauchen, wenn diese nicht produziert wie wenn sie produziert. Gegenmaßnahmen helfen die Energiekosten zu senken. Die ermittelten Energieverbräuche können zudem als Grundlage für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks je hergestellten Produkts genutzt werden.

Wie sieht eine nachhaltige Produktion bei Unternehmen aus?

Wirtschaftlich handeln in Bezug zur Nachhaltigkeit bedeutet, dass das Unternehmen bzw. die Produktion mehr Rücksicht auf Mensch und Umwelt nimmt. Das beginnt beim Standort des Unternehmens, geht über Lieferkette bis hin zur Gesellschaft im Gesamten. Je besser die Planung der Produktion auf Nachhaltigkeit abzielt, desto besser ist dies für die Ökobilanz des Produktes und damit des Unternehmens. Eine nachhaltige Produktionsplanung berücksichtigt, dass Maschinen umweltschonend arbeiten und Rohstoffe, wie beispielsweise Strom, umweltfreundlich bezogen werden. Zur Produktionsplanung gehören daher nicht nur die Bestandteile, die für das Produkt an sich benötigt werden, sondern auch alle Prozesse, die rund um das Produkt zum Einsatz kommen. Dies umfasst unter anderem die Energie, die benötigt wird, um ein Produkt herzustellen. Nachhaltige Produktion stammt daher aus erneuerbaren Energiequellen, die bedacht eingesetzt werden.

Eine nachhaltige Produktion produziert möglichst wenig Abfall und ressourcensparend. Es gilt, so wenig wie möglich Abfall zu produzieren, der sich nicht weiter verwenden lässt. Formen, die das Unternehmen zur Herstellung der Produkte benötigt, werden so geplant werden, dass möglichst wenig Überschuss übrig bleibt und der Rohstoff bestmöglich ausgenutzt wird. Ein weiterer Aspekt zur nachhaltigen Produktion ist der Einsatz wiederverwendbarer Rohstoffe.

Die Digitalisierung trägt einen weiteren Schritt Richtung Nachhaltigkeit bei. So gilt es für die Unternehmen, bei der Produktion weitestgehend auf den Einsatz von Papier zu verzichten. Dies ist durch moderne Maschinen und Technologien möglich. Ein weiterer Vorteil der Digitalisierung ist es, die Prozesse besser zu kontrollieren und zu steuern. Deshalb spricht man bei der Digitalisierung im gleichen Atemzug von Industrie 4.0. Die Industrie 4.0 prägt zukünftig die Nachhaltigkeit und unterstützt die Innovationsfähigkeit von Unternehmen.

Der menschliche Faktor: Wie Nachhaltigkeit im sozialen Bereich angewandt wird

Was für Produktion und Rohstoffe bezüglich Nachhaltigkeit gilt, ist auch in Bezug auf die Mitarbeiter eines Unternehmens wichtig. Das Unternehmen muss seinen Mitarbeitern einen sicheren und langfristigen Arbeitsplatz verschaffen. Zufriedene MitarbeiterInnen, die motiviert arbeiten, bekommt das Unternehmen dann, wenn es seine Mitarbeiter entsprechend motiviert und langfristig an sich bindet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie zufriedene MitarbeiterInnen dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen:

  • unbefristete Arbeitsverträge
  • Karrierechancen
  • Möglichkeiten zur Weiterbildung
  • Motivierende Teamarbeit
  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen

Bei Unternehmen, wo ständig die MitarbeiterInnen wechseln, schnellen die Kosten in die Höhe, da jedes Mal neue MitarbeiterInnen angelernt werden müssen. Das ist für ein nachhaltiges Verhalten im sozialen Bereich kontraproduktiv. Motivierte MitarbeiterInnen sind gut für die Teammentalität, was sich in der Nachhaltigkeit und letztendlich im Unternehmenserfolg positiv widerspiegelt. Eine angenehme Arbeitsatmosphäre, ein gutes Betriebsklima sowie ein unbefristeter Arbeitsvertrag sorgen dafür, dass sich die MitarbeiterInnen am Arbeitsplatz wohlfühlen. Wenn Mitarbeiter ein Unternehmen aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen und einem negativen Arbeitsklima schnell wieder verlassen, identifizieren sie sich nicht mit dem Unternehmen und der Marke. Zudem steht der Ruf des Unternehmens wegen eines schlechten Arbeitsklimas in sozialen Netzwerken, bei Job-Bewertungsportalen und in der Öffentlichkeit auf dem Spiel.

Stehen die Mitarbeiter jedoch zum Unternehmen und fühlen sie sich wohl, wirkt sich das positiv auf das Arbeitsergebnis aus. Doch wie motiviert ein Unternehmen seine MitarbeiterInnen? Mitarbeitermotivation ist keine Eintagsfliege. Unternehmen müssen die Beziehungen zu ihren Mitarbeitern pflegen. Zu einer beständigen Mitarbeitermotivation gehören unter anderem:

  • Den Mitarbeitern Ziele setzen, die sie motivieren
  • Den Mitarbeitern Möglichkeiten bzw. Karrierechancen zum Aufstieg im Unternehmen bieten
  • Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen

Gerade im Zeitalter der Digitalisierung und Industrie 4.0 ist, bedingt durch den technischen Fortschritt, ein laufender Weiterbildungsprozess wichtiger denn je. Nur mit aktuellem Wissen bleiben die MitarbeiterInnen auf dem Laufenden und motiviert. Die Fähigkeiten jedes einzelnen Mitarbeiters sollten entsprechend gefördert werden. Jeder hat besondere Stärken, die, wenn sie gefördert, ausgebaut und an der richtigen Stelle angewandt werden, die Leistungsfähigkeit der MitarbeiterInnen steigen. Zudem ist es wichtig, Teams entsprechend so aufzubauen, dass jeder mit seinen unterschiedlichen Fähigkeiten und Stärken dazu beiträgt, dass das Team als Ganzes ideal zusammenarbeitet.

Schließlich spielt die Gesundheit der MitarbeiterInnen in Sachen soziale Nachhaltigkeit eine gewichtige Rolle. Damit Mitarbeiter dauerhaft gesund bleiben, ist ein funktionierendes Gesundheitsmanagement innerhalb des Unternehmens unersetzlich. Dazu gehören unter anderem gut ausgeleuchtete Büros sowie Büromöbel, die ergonomisch hergestellt sind. Ein gesunder Mitarbeiter bringt bessere Leistung, ist selten krank und bleibt dem Unternehmen lange erhalten.

Deshalb ist Nachhaltigkeit für Unternehmen so wichtig

Unternehmen, die zukünftig wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen und dies als wesentlichen Bestandteil ihres Produktionsprozesses integrieren. Sowohl Kosten als auch Nutzen nachhaltiger Methoden, Maschinen und Praktiken müssen abgewägt und umgesetzt werden. Ein nachhaltig agierendes Unternehmen kann sich gegen seine Mitbewerber in Zukunft besonders gut durchsetzen und steigert seinen Markenwert in der Öffentlichkeit. Dies kommt zu guter Letzt dem Unternehmen, den Mitarbeitern, dem Ansehen in der Öffentlichkeit und vor allem der Umwelt zugute. Mit IIoT-Lösungen können Ressourcen effizienter genutzt werden und Energieverbräuche für jedes Produkt ermittelt werden.

 

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