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Feinplanung – So optimieren Sie Ihre Planung

Eine effiziente Produktionsplanung ist das Herzstück jedes Fertigungsunternehmens. Nicht erst seit gestern werden in den Managementetagen Themen wie Kostenreduktion, Termintreue oder Just-in-Time Produktion immer präsenter.

In der Fertigungswelt umfasst die Produktionsplanung und -steuerung vier Stufen: Arbeitsplan, Terminierung, Einplanung und Nachbereitung. Die ersten beiden beziehen sich auf die Feinplanung, die zweiten beiden auf die Steuerung. Planung und Terminierung stehen in direktem Zusammenhang mit dem Zeit- und Kapazitätsmanagement, einem wesentlichen Faktor zur Steigerung der Effizienz in der Fertigung.

Das Ziel der Produktionsplanung ist es, den Ressourceneinsatz zu optimieren und Durchlauf-, Ausfallzeiten sowie Engpässe zu minimieren.

Hierfür gibt es zwei Haupttypen der Produktionsplanung, die man unterscheiden kann: statische und dynamische Feinplanung. Die statische Feinplanung geht davon aus, dass alle Schritte in einem Prozess definiert werden können und sich nicht ändern. Leider findet sich dieser Typ in der Praxis immer seltener, da Unternehmen Ihren Fertigungsprozess und Ihre Produktionsplanung heute flexibel an die steigenden Kundenanforderungen und Marktanforderungen anpassen müssen, um im zunehmenden Wettbewerb noch bestehen zu können.

Aus diesem Grund empfiehlt sich eine Feinplanung, die sich dynamisch an ständig neue Rahmenbedingungen und Gegebenheiten in der Fertigung anpassen kann. Was bedeutet das in der Praxis?
Kommt beispielsweise ein „Chefauftrag“ rein, der die gesamte Planung durcheinanderbringt, ist die dynamische Feinplanung in der Lage die Ressourcen automatisch an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen – mit allen Abhängigkeiten. So wird sichergestellt, dass trotz Planungsänderungen immer die nächstbeste, bzw. optimale Planung der Ressourcen umgesetzt wird.

Die Feinplanung und -steuerung konzentriert sich auf einen kürzeren Horizont als die PPS, wie sie beispielsweise in einem ERP System durchgeführt wird. Sie legt eine konkrete Uhrzeit sowie ein Datum für jeden Vorgang in einer kontinuierlichen Zeitachse fest. Die beiden nachfolgenden Stufen der Feinplanung und -steuerung hängen von diesem Zeitrahmen ab, was ihn zu einem sehr wertvollen Bestandteil des Produktionsprozesses macht. Die Terminplanung zielt auf eine optimale Nutzung der Zeit ab, von jedem einzelnen Arbeitsschritt über die Projektplanung bis hin zur Auslieferung an den Kunden. Das Ziel ist es, die Durchsatzleistung (Output) und die termingerechte Lieferung zu maximieren.

Dazu gehört in der Regel die Fokussierung auf die Maximierung der Auslastung kritischer Engpassressourcen.

Über den Autor

Victor Gruber ist studierter Betriebswirt und hat nach seinem dualen Studium bei der FORCAM GmbH bereits mehrere Jahre Erfahrung in den Bereichen Marketing und Vertrieb gesammelt.

Sein Interesse gilt insbesondere neuen Technologien und digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen. Digitale Transformation und das IIoT sind sein Steckenpferd.

Victor Gruber

Marketing Manager

victor.gruber@forcam.com